Die Stadtteil-Dokumentation Bensheim-Schönberg

Aufgrund der Erfahrungen, die man bei der Erstellung des Zeller Heimatbuches machte, wurde angeregt, in allen  Bensheimer Stadtteilen Arbeitskreise zu bilden, die historische, den jeweiligen Stadtteil betreffende Dokumente sammeln, archivieren und auswerten, um diese dann einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. So wurde  im Herbst 1987 durch die Stadt Bensheim die wohl bundesweit einmalige Stadtteil-Dokumentation ins Leben gerufen die (fast) alles auf lokaler Ebene sammelt, wozu das städtische Archiv aus vielerlei Gründen nicht in der Lage ist.

So umfasst die Sammlung in Schönberg gegenwärtig mehr als 50 Ordner mit Schriftstücken aller Art, mehrere tausend Bilder (Ortsansichten, Aufnahmen vom Schloss, von Bürgern, von Vereinen, Schulbilder, von Festen, Handwerk u.a.m.), die noch lange nicht alle beschriftet und eingeordnet sind, sowie zahlreiche Sachbücher, Gästebücher, einige Fotoalben sowie DVDs. Die Sammlung der abgehefteten Schriftstücke (von einer kleinen Zeitungsanzeige bis zu Original-Urkunden) sind in 15 Sachgebiete unterteilt, wobei die umfangreichsten Abteilungen die Vereine, das Schloss und seine Bewohner/Nutzer, die Bürger und Kirchengemeinden bilden. Was nicht abgeheftet werden kann, wird fotografisch erfasst, was Platz finden kann in einer vorhandenen Vitrine, wird dort eingelagert. So freut sich die Stadtteil-Doku Schönberg über Leihgaben, die kopiert werden und natürlich auch über die Schenkung von Originalen. Vieles konnte so vor dauerhaftem Verlust bewahrt werden.
Die Stadtteil-Doku Schönberg konnte schon öfters bei Publikationen oder Anfragen wertvolle Hilfe leisten, hat sich an mehreren  Ausstellungen  beteiligt und einen Vortrag zusammengestellt über die ersten 5 Jahrzehnte Schönbergs  nach dem 2. Weltkrieg. Auch wurde ein „Tag der offenen Tür“ durchgeführt, bei dem der interessierte Mitbürger sich ein Bild über den Umfang und Inhalt dieser Doku machen konnte. Einen Vortrag über Schönberg, der sich vor allem an Neubürger richten soll, ist in Vorbereitung. Auch unterstützte man einen renommierten Genealogen bei der Erfassung der Schönberger Einwohner bzw. Familien von den Anfängen der greifbaren Kirchenbücher bis wenigstens zum Jahre 1875. Ein im Jahre 2016 gefundener Grenzstein am „Dreiländereck“ wurde am 18. Juni 2017 mit einer kleinen Feier gewürdigt.

Wenngleich gegenwärtig in sehr eingeschränktem Rahmen möglich, wird auch die Homepage www.bensheim-schoenberg.de gepflegt und hierbei wenigstens die Chronik fortgeschrieben. Eine Überarbeitung und Aktualisierung ist im Laufe des Frühjahres zu erwarten, ab da soll auch eine regelmäßige Pflege stattfinden. Weiter ist ein Bildvortrag in Arbeit mit dem Titel „Schönberg für Schönberger und solche, die es werden wollen“ sowie ein Vortrag „Die Schönberger anhand der Kirchenbuch-Einträge – familiäre Zusammenhänge, Berufe und Schicksale“.

Seit der Verlagerung der Sammlung im Jahre 2009 aus privaten Räumen in das evangelische Gemeindezentrum im Rosengrund 11 finden sich auch in Schönberg Personen, die diese interessante Arbeit unterstützen. Dennoch würden sich Manfred und Christel Schaarschmidt, Walter und Thamara Schebek, Gudrun Grundmann, Angelika Langer-Schulz sowie Marius Beichtmann über neue, und seien es auch nur projektbezogen arbeitende Mitstreiter, freuen.
Die Stadtteil-Dokumentation Schönberg ist möglichst zweimal im Monat an einem Donnerstag geöffnet, wobei die Termine zu erfragen sind oder am jeweiligen Tag im BA-Vereinsspiegel veröffentlicht werden. Schauen Sie einmal unverbindlich vorbei, um zu sehen, was wir alles sammeln. Vielleicht suchen auch Sie dann in dem „Karton auf dem Dachboden“ nach Dingen, die uns interessieren, weil wir sie für würdig erachten, der Nachwelt zu erhalten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bzw. Kontakt, evtl. Ihre Leihgaben oder Ihre Mitarbeit und grüßen herzlich.